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Studierende stehen vor der grün-gelben Glastür des Eingangs von Gebäude 23.21

Neuberufungen

Prof. Dr. Sarah Wobick

Institut für Jüdische Studien

Kosmopolitin? Weltbürgerin? Auf alle Fälle bin ich viel unterwegs gewesen. Ich habe in vier Ländern auf drei Kontinenten gewohnt. Nach meinem Studium an der University of Toronto zog ich in die USA, wo ich meine MA und PhD an der University of Wisconsin-Madison abgeschlossen habe. Schon während meiner Promotion führten mich Forschungsaufenthalte nach Frankreich, Deutschland und Israel. Nach meiner Promotion hatte ich mehrere Stellen als Postdoktorandin und Visiting Professor in den USA, Kanada, Israel und letztendlich in Deutschland inne.
 

Ich habe breite Interessen und hatte das Glück, die Gelegenheit (und Zeit), verschiedene Themen zu erforschen. Mein allgemeines Forschungsgebiet ist moderne europäische jüdische Geschichte. Ich habe zu einer Vielzahl von Themen veröffentlicht, darunter frühe Debatten über jüdische Emanzipation, jüdische Zugehörigkeit durch die Perspektive von Alltagsgeschichte, die Erfahrungen jüdischer Kinder und Jugendlicher während und nach dem Holocaust in Frankreich, jüdische religiöse Praktiken in der DDR, und vernakuläre jüdische Fotografie in den 1930er Jahren und vieles mehr. Wenn es (mindestens einen) roten Faden gibt, der den Großteil meiner Forschung verbindet, dann ist es mein anhaltendes Interesse daran, wie Nicht-Elite- und Alltagsakteure und -akteurinnen Geschichte mitgeschrieben haben. Mein derzeitiges Forschungsprojekt untersucht die vielen (und vielfältigen) Beispiele von jüdischen Frauen im deutschen Sprachraum, die religiöse Texte im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verfasst haben.
 

So viel! Diskussionen und Zusammenarbeit mit neuen Kolleg*innen an der HHU und in NRW, unser neues Institut für jüdische Studien mitgestalten zu dürfen, mich mit neugierigen Studierenden über die faszinierende Welt der jüdischen Studien austauschen zu können und ein Teil ihres Bildungsweges sein zu dürfen.