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Ein Phantasiegebäude aus sehr hellen Holzplatten zusammengesetzt. Blick von unten auf das Gebäude, der Himmel ist sehr hellblau und bewölkt.

Verbundforschung

Mittelgeber: BMBF

Projektleitung: Ursula Hennigfeld (Institut für Romanistik)

Laufzeit: 08/2021 – 07/2025

Kooperationspartner*in: Marco Thomas Bosshard (Institut für Romanistik, Europa-Universität Flensburg), Iulia-Karin Patrut (Institut für Germanistik, Europa-Universität Flensburg)

Die Bekämpfung von Antisemitismus ist eine gesellschaftliche Querschnittsaufgabe, für die eine interdisziplinäre und internationale Vernetzung von Schule, Universität und weiteren gesellschaftlichen Akteuren erforderlich ist. Das Verbundprojekt „Antisemitismus-Prävention im europäischen Schulunterricht“ erforscht Dynamiken, Erscheinungsformen und Wirkungen von historischem und zeitgenössischem Antisemitismus in Europa und entwickelt mehrsprachiges digitales Material zur Präventionsarbeit. Dieses Material soll im fächerübergreifenden Schulunterricht in Deutschland, Frankreich, Spanien und Rumänien sowie an außerschulischen Lernorten wie Museen, Mahn- und Gedenkstätten sowie NS-Dokumentationszentren genutzt werden können. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern eine nachhaltig verankerte Wertehaltung zu vermitteln, die sie befähigt, radikalen Positionen, Verhaltensweisen und Verschwörungsmythen entschlossen entgegenzuwirken. Außeruniversitäre Kooperationspartner sind u.a. das Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt, das European Forum der Hebrew University in Jerusalem, verschiedene deutsche Museen, Mahn- und Gedenkstätten, NS-Dokumentationszentren sowie Schulen in Deutschland, Frankreich, Spanien und Rumänien.

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Mittelgeber: Deutsch Polnische Wissenschaftsstiftung - Polsko Niemiecka Fundacja Na Rzecz Nauki

Projektleitung: Malte Steinbach, Tobias Escher (Institut für Sozialwissenschaften/ Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie)

Laufzeit: 05/2019 – 07/2021

Kooperationspartner: Institut für Soziologie, Universität Warschau, PL

Das Konzept der Deliberation wurde als Ansatz zur Erneuerung von öffentlicher Kommunikation und Beteiligung in den Politik- und Sozialwissenschaften entwickelt, um dadurch die Legitimität politischer Institutionen und ihrer Entscheidungen zu erhöhen. Inwiefern die Werte und Normen des Deliberationskonzepts (u. a. Rationalität, Interaktivität und Offenheit) allerdings in der politischen Praxis durch rechtliche Vorgaben und bei der Gestaltung und Implementierung von Beteiligungsvorhaben berücksichtigt werden, um die legitimitätsfördernden Effekte erzielen zu können, ist bislang wenig erforscht.

Das Ziel des gemeinsamen Projekts von Forschern der HHU und der Universität Warschau ist es daher, die Relevanz von Werten und Normen des Deliberationskonzepts für die praktische Durchführung von Öffentlichkeitsbeteiligungen kommunaler Politik und Verwaltung in Deutschland und Polen zu erforschen. Es wird untersucht, wie sich lokale Beteiligungspraktiken in beiden Ländern unterscheiden und durch welche Faktoren diese beeinflusst werden. Für diese Studie konzentrieren wir uns dabei auf die Beteiligung der Öffentlichkeit als einen institutionalisierten Kommunikationskanal zwischen kommunaler Politik und Verwaltung einerseits, und Mitgliedern der lokalen Öffentlichkeit andererseits.

Im Projektverlauf werden zunächst die bedeutendsten EU-Dokumente sowie nationale, regionale und lokale rechtliche Vorgaben mit Bezug zu öffentlichen Konsultationen analysiert, um den formalen, rechtlichen Kontext von Deliberation in Öffentlichkeitsbeteiligungen zu erfassen und Unterschiede zwischen den beiden Ländern herauszuarbeiten. Anschließend wird im Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern von deutschen und polnischen Kommunen die praktische Durchführung von Konsultationen der Öffentlichkeit analysiert. Das Kernelement des Projekts besteht aus einer Reihe von Interviews, in denen Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter zur Planung und Durchführung von Öffentlichkeitsbeteiligung befragt werden. Zur Unterstützung kommt eine an der Universität Warschau entwickelte Software („inDialogue“; Open Source) zum Einsatz.

Im Ergebnis soll es möglich sein, die regelmäßig in den Kommunen zum Einsatz kommenden Routinen zur Planung und Durchführung von Öffentlichkeitsbeteiligungen zu erfassen und diese mit dem Model deliberativer Öffentlichkeitsbeteiligung zu vergleichen, das u. a. in der Literatur und formal-rechtlichen Dokumenten spezifiziert wird. Zudem werden verschiedene institutionelle, organisationale und individuelle Faktoren erfasst, die für die Unterschiede in den Einstellungen und dem Verhalten der Verwaltungsmitarbeitenden bei der Planung von Konsultationsvorhaben in den beiden Ländern verantwortlich sind. Nicht zuletzt werden Leitlinien entwickelt, wie Informationstechnologien besser eingesetzt werden können, um die administrativen Prozesse zur Planung und Durchführung von öffentlichen Konsultationen zu unterstützen. Diese werden beispielhaft in der Software inDialogue implementiert.

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Mittelgeber: Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW in der Förderlinie OERContent.nrw

Projektleitung: Frank Leinen (Institut für Romanistik), Christian Tagsold (Institut für Modernes Japan), Florian Trabert (Institut für Germanistik)

Laufzeit: 09/2023 - 08/2025

Kooperationspartner: Stephan Packard (Universität zu Köln), Kathrin Chlench-Priber (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn), Markus Engelns (Universität Duisburg-Essen)

Das interdisziplinäre Projekt bietet Lehrenden und Studierenden vor allem in den Geistes- und Kulturwissenschaften sowie der fachdidaktischen Ausbildung Online-Ressourcen für eine wissenschaftlich qualifizierte Auseinandersetzung mit Comics, Manga, Graphic Novels und weiteren Formen sequentieller Kunst. 

Im Fokus stehen a) die Erfassung zentraler Aspekte der Mediengeschichte des graphischen Erzählens, b) die Entwicklung und Umsetzung von Analyseverfahren insbesondere zu Sprechblasen, Panels und Cartoonbildern, c) die Diskussion und Anwendung kulturwissenschaftlicher Forschungsansätze sowie d) der didaktische Einsatz von Comics im Schulunterricht. Studierende und Lehrende erwerben durch die Beschäftigung mit den OER-Ressourcen vielfältige Kompetenzen zur komplexen Text-und-Bild-Medienanalyse, Repräsentationskritik und Diskussion populärer Kulturen und Fanszenen. Die Ressource umfasst abgeschlossene digitale Lehrveranstaltungen, Selbstlerneinheiten und modularisierte, in die Lehre integrierbare Inhalte. Alle Elemente sind flexibel auf Online- und Präsenzlehre ausgerichtet und für Blended Learning konzipiert.

Mittelgeber: Stiftung Mercator, Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Projektleitung: Frank Marcinkowski, Christopher Starke, Pero Došenović, Birte Keller, Kimon Kieslich (Institut für Sozialwissenschaften/ Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie); ab September 2024 Frank Marcinkowski zusammen mit Birte Keller und Dr. Marco Lünich

Laufzeit: 04/2021 – 03/2024, 09/2024 - 08/2026

Kooperationspartner: CAIS Center for Advanced Internet Studies, Bochum

In den letzten Jahren wurden von der europäischen bis auf die Landesebene zahlreiche Strategiepapiere zur Entwicklung der Digitalisierung und der sogenannten Künstlichen Intelligenz (KI) veröffentlicht. Allen gemein ist die Absicht einer stärkeren Orientierung am Menschen und am Gemeinwohl. Nimmt die Politik ihren eigenen Anspruch ernst, ist sie auf die Unterstützung einer aktiven und aufgeklärten Zivilgesellschaft angewiesen, die mündig und selbstbestimmt Ihre Bedürfnisse und Ideen in die Gestaltung von Digitalisierungspolitik einbringt.

Andernfalls bleiben Entwicklung und Durchsetzung der KI-Technologien der interessierten Industrie vorbehalten, deren primäres Ziel Gewinnmaximierung und Effizienzsteigerung ist. Studien aus den USA und aus Großbritannien zeigen, dass die öffentliche Debatte bislang stark von der Industrie dominiert ist (Brennen et al. 2018; Fast & Horvitz 2017). Dabei argumentieren diese Akteure aus Ihrer ganz spezifischen Logik heraus. Für den deutschen Diskurs liegen bislang keine systematischen Erkenntnisse vor. Diese Lücke soll der Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz [MeMo:KI] schließen.

Das Projekt ist von der Annahme getragen, dass die Realisierung eines umfassenden gesellschaftlichen Gestaltungsanspruchs einer Politisierung der Thematik bedarf. Das heißt zunächst, dass das Thema KI und Digitalisierung als Gegenstand der politischen Auseinandersetzung und Willensbildung anerkannt wird. Forschung aus anderen Themenfeldern wie der EU-Politik (u.a. De Wilde, 2011; Schattschneider, 1957) zeigt, dass drei Bedingungen erfüllt sein müssen: (1) das Vorhandensein alternativer Positionen in der öffentlichen Debatte (Polarisierung); (2) breite mediale Aufmerksamkeit, die für eine Popularisierung von Themen und Verbreitung verschiedener Positionen sorgt (Intensität); sowie (3) gesellschaftliche Aufmerksamkeit für ein Thema und wahlentscheidende Bedeutung (Resonanz). Ein treffliches Beispiel für eine solche Entwicklung bildet die jüngste Themen- und Politkarriere des Klimawandels. Inwiefern es bei KI einen vergleichbaren Verlauf geben wird, wird im MeMo:KI durch eine systematische Beobachtung der öffentlichen und veröffentlichten Meinung erfasst.

Die Untersuchung erfolgt mit einer Kombination verschiedener empirischer Methoden. Dabei kommen sowohl altbewährte Methoden sozialwissenschaftlicher Forschung wie Medieninhaltsanalysen und Befragungen als auch neue computergestützte Verfahren zum Einsatz:

Ein kontinuierliches Monitoring des Interesses an KI, relevanter Meinungen sowie von intendiertem Verhalten erfolgt über eine monatlich stattfindende Befragung der deutschen Bevölkerung ab 18 Jahre, die mindestens gelegentlich das Internet nutzt. Darüber hinaus werden in Sonderbefragungen aktuelle und spezifische Fragestellungen rund um KI behandelt.

Parallel dazu wird eine teilautomatisierte Themenanalyse der Medienberichterstattung durchgeführt. Damit lassen sich Verläufe in öffentlicher und veröffentlichter Meinung zu KI abbilden. Im Weiteren werden die Erkenntnisse mit manueller Inhaltsanalyse vertieft und damit unter anderem der Tenor der Berichterstattung oder die Akteursstrukturen untersucht.

Seit April 2021 wird das Projekt durch die Stiftung Mercator für eine Laufzeit von drei Jahren gefördert. Zuvor hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen das Projekt für eine Laufzeit von Januar 2020 bis März 2021 gefördert.

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Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Deutschland; Ministère de la Culture, Frankreich; Ministère de l'Europe et des Affaires étrangères, Frankreich

Projektleitung: Stefanie Michels (Institut für Kulturwissenschaften/Globalgeschichte)

Laufzeit: 01/2025 – 12/2027

Kooperationspartner: Prof. Agée Lomo (Universität Straßburg)

ProHumStra verfolgt drei Forschungsziele: 1) ausgehend von der Spezifik des Elsass deutsche, französische und afrikanische Perspektiven auf die Provenienzforschung zu herausarbeiten; 2) mittels der Provenienzforschung menschliche Überreste und Kulturgüter, die oftmals in gleichen Kontexten angeeignet und später getrennt wurden, erneut miteinander zu verbinden; 3) die Provenienzforschung zu erweitern um die Rekonstruktion der sozialen, kulturellen und ökonomischen Hintergründe und der Biografie jener Personen, deren sterbliche Überreste in der Straßburger Anatomie aufbewahrt werden. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, zu einer „Re-Humanisierung“ der Human Remains aus ehemaligen Kolonien beizutragen, ebenso wie zu einem Perspektivwechsel, der es afrikanischen Gesellscchaften ermöglicht, sich mit der Geschichte neu auseinanderzusetzen, so schmerzhaft und traumatisch sie auch war, und die postkoloniale Situation neu zu erfassen.

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Mittelgeber: National Science Foundation (USA) - NSF Award #2037266

Projektleitung: Kevin Tang (Institut für Amerikanistik und Anglistik)

Laufzeit: 09/2020 - 08/2025

Kooperationspartner*in: Yong-Kuy Yoon, Ratree Wayland (University of Florida, USA)

Speech as a non-invasive biomarker could provide researchers and clinicians with new means to capture fine changes in speech articulation patterns associated with linguistic phenomena in the normal population or functional changes in articulation in individuals with disorders. The overarching goal of this project is to establish an evidence-based, quantified, data driven, non-invasive method for using speech as a biomarker for facile detection of cross-linguistic variation and patterns of articulatory change in various neuromotor disorders within the linguistics and biomedical realms. This interdisciplinary project has three interactive arms: the development of a smart, wireless, electropalatography (EPG) system, behavioral speech data collection for comparison with existing EPG systems, and machine learning for identifying patterns of tongue-palate contact that signify abnormal patterns of articulation. This work would lead to establishing a new techno-linguistic and techno-speech pathology disciplines and related curricula. SELMA performance will be disseminated through new courses, class lectures, conference presentations, publications, and mass/social media. PIs volunteer for minority programs.

The usage of speech sounds as a biomarker offers advantageous features such as non-contact detection and remote monitoring. However, the acoustic signature alone is not sufficient to provide reliable sensing for linguistic and clinical use. In this project, a unique real-time, multi-modal, wireless smart electropalatography (EPG) system for linguistic and medical applications (SELMA) is devised and implemented to provide additional oral sensing modalities, including precise position, size, pressure, and duration of tongue contacts with the palate in speaking. A pseudo-palate, the main apparatus of the system, is 1/20 the thickness of a typical pseudo-palate, minimizing the blockage of airflow during speech production and conform to the palate, reducing the discomfort of the wearer and offering a close-to-normal mouth condition during speech articulation. Wireless charging and communication are used increasing reliability and safety. The advantage of the SELMA device is evaluated via a behavioral linguistic experiment to assess detection of a common class of cross-linguistic, phonological processes known as spirantization, a process involving decreased precision of speech articulation. Machine learning models, integrating articulatory (i.e., EPG) and acoustic data, are used to predict degrees of lenition and subjective lenition ratings. By fine-tuning the models on latent speech patterns with big data of atypical speech from PD patients, intoxicated speakers and second-language accented speakers, the SELMA system will provide a unique form of diagnostics for medical and linguistic purposes. The usage of high resolution spatio-temporal information of tongue contacts during speech can be extended for facile monitoring of neurological diseases such as PD, amyotrophic lateral sclerosis (ALS), traumatic brain injuries, and other neurological disorders. Further, SELMA will be inexpensive and small enough that can be used for monitoring treatment progress in pediatric articulation disorders affecting intelligibility, such as cleft palate, apraxia of speech, and Down syndrome. Future variations of SELMA may extend its utility to other disease monitoring with additional sensors integrated into the device, potentially allowing monitoring of cancer, HIV, smoking and sexually transmitted diseases using salivary biomarker sensors.

Weitere Informationen (Englisch)

Mittelgeber: DFG

Projektleitung: Stefan Hartmann (Institut für Germanistik)

Laufzeit: 06/2022 – 05/2025

Kooperationspartner: Antje Endesfelder Quick (Universität Leipzig), Nikolas Koch (LMU München)

​​​​​​​Das wissenschaftliche Netzwerk “Sprachkontaktphänomene im multilingualen Erstspracherwerb” bringt Forschende zusammen, die sich aus einer gebrauchsbasierten Perspektive mit dem mehrsprachigen Erstspracherwerb beschäftigen. Es verfolgt zwei wesentliche Ziele: Zum einen gilt es theoretische Implikationen, die primär aus Studien des monolingualen Erstspracherwerbs gewonnen wurden, für den multilingualen Spracherwerb zu überprüfen, ggf. zu erweitern und somit die gebrauchsbasierte Theorie weiterzuentwickeln. Dies ist zum anderen eng verknüpft mit methodologischen Fragestellungen sowie korpuslinguistischen Überlegungen, die im Rahmen des Netzwerks gestellt und diskutiert werden sollen. Dabei sollen bestehende Ressourcen wie Korpora und Methoden zu ihrer Analyse geteilt und weiterentwickelt werden. Hinsichtlich der theoretischen Ziele geht das Netzwerk zentrale Fragen bezüglich des multilingualen Spracherwerbs an: Der gebrauchsbasierte Ansatz geht davon aus, dass Kinder ihre Sprache(n) lernen, indem sie Muster aus dem konkreten Sprachgebrauch, dem sie begegnen, ableiten. Daraus ergibt sich die Frage, welche Muster genau sie lernen, wie Muster aus verschiedenen Sprachen im Prozess des mehrsprachigen Spracherwerbs interagieren, aber auch, inwiefern diese Muster mit dem jeweiligen Input, den die Kinder erhalten, korrelieren. Auf der methodischen Seite ist ein wesentliches Ziel eines gebrauchsbasierten Ansatzes, eben diese Muster auf Grundlage datengetriebener statistischer Methoden zu identifizieren. Im Kontext gebrauchsbasierter Spracherwerbsstudien wurden mehrere einschlägige Ansätze wie beispielsweise die sog. Traceback-Methode oder der Chunk-Based Learner entwickelt. Eines der methodischen Ziele des Netzwerks ist es, diese Methoden weiterzuentwickeln. Über drei Jahre hinweg verfolgen die Netzwerkmitglieder gemeinsame kollaborative Projekte, um theoretische und methodische Herausforderungen des multilingualen Spracherwerbs anzugehen. Im Rahmen von sechs Projekttreffen diskutieren sie ihre Projekte mit etablierten Kolleginnen und Kollegen sowie renommierten Expertinnen und Experten aus den Gebieten der Spracherwerbs- und Mehrsprachigkeitsforschung sowie der Korpuslinguistik: Prof. Dr. Adele Goldberg (Princeton), Prof. Dr. Jeanine Treffers-Daller (Reading University), Prof. Dr. Hans-Jörg Schmid (München), Dr. Özlem Çetinoğlu (Stuttgart) und Prof. Dr. Brian MacWhinney (Carnegie Mellon University).

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Mittelgeber: Swedish Research Council (Vetenskapsrådet)

Projektleitung: Siegfried Jaag (Institut für Philosophie)

Laufzeit: 01/2025 – 12/2026

Kooperationspartner: Christian Loew (Umea), Heather Demarest (Boulder), Chris Dorst (Florida)

Die Gesetze der Physik sind für Lebewesen wie uns von unschätzbarem Wert. Die Entdeckung dieser Gesetze ist die Grundlage der Physik, wie wir sie kennen, und hat zu zahlreichen Vorhersagen, technischen Innovationen und Erklärungen geführt. Aber wie kann es sein, dass endliche Wesen wie wir die grundlegenden Gesetze des Universums (annähernd) kennen, geschweige denn praktisch nutzen können? Das Projekt untersucht, inwieweit die Nützlichkeit der physikalischen Gesetze ein Beleg dafür ist, dass das, was als physikalisches Gesetz gilt, teilweise relativ zu unseren Fähigkeiten und Interessen ist.