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Umgang mit Plagiaten

  • in Bachelor- und Masterarbeiten
  • in Studienarbeiten, Hausarbeiten, Projektarbeiten und Portfolios als Modulabschlussprüfungen im Bachelor- und Masterstudium

Nach § 16 (10) und § 17 (9) der Bachelor-PO (alle Fächer außer PPE) bzw. nach § 15 (9) und § 16 (9) der Bachelor PO für PPE sowie nach § 16 (9) und § 19 (9) der Master-PO (alle Fächer außer KuK) bzw. nach § 15 (9) und § 17 (9) der Master-PO KuK ist der jeweiligen Arbeit eine Versicherung beizufügen, dass die Arbeit selbstständig verfasst und dass keine anderen als die angegebenen Quellen benutzt wurden. "Die Stellen der Arbeit, die anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinn nach entnommen sind, müssen in jedem Fall unter Angabe der Quelle als Entlehnung kenntlich gemacht werden. Die Versicherung selbständiger Erstellung ist auch für gelieferte Datensätze, Zeichnungen, Skizzen, Ton- und Videoaufnahmen oder graphische Darstellungen abzugeben. Die Arbeiten sind in digitaler Form in einem gängigen Textverarbeitungsformat einzureichen, um eine Überprüfung mittels einer Plagiatssoftware zu ermöglichen."

Formal gesehen liegt ein Verstoß gegen diese Regel - und damit ein Plagiat - bereits dann vor, wenn ein einziger Satz ohne Quellenangabe abgeschrieben wurde. In der Praxis hat die Gutachterin bzw. der Gutachter hier natürlich einen relativ großen Ermessenspielraum zwischen dem Urteil "Plagiat" und "Quellenangabe vergessen".

Wenn der Verdacht auf ein Plagiat besteht, muss dieser zunächst unter Vorlage einer Begründung und Dokumentation von der jeweiligen Lehrperson dem zuständigen Prüfungsausschuss mitgeteilt werden. Der Prüfungsausschuss entscheidet, ob der Verdacht eine automatisierte Überprüfung rechtfertigt und die Arbeit gescannt werden soll. Sollte sich der Ausschuss für eine Überprüfung entscheiden, führt das Studiendekanat diese durch und teilt das Ergebnis dem Prüfungsausschuss mit. Dieser entscheidet dann darüber, ob ein Plagiat vorliegt, und informiert ggf. die Prüfungsverwaltung.

Die IKM-Services bieten Dozierenden die Möglichkeit, bei konkretem Verdacht Abschlussarbeiten, die als Word-DOCX- oder OpenOffice- / LibreOffice-ODT-Datei vorliegen, durch Analyse der Datei-Metadaten auf Anhaltspunkte für eine zweifelhafte Urheberschaft zu prüfen. Abgezielt wird hierbei vor allem auf mehr oder minder professionelle Plagiate, die weit über "Zitieren ohne Quellenangabe" hinausgehen.

Sollte das Gutachten zum Schluss "Plagiat" kommen und wird die Arbeit deshalb mit "nicht ausreichend" bewertet, so sollten dem Akademischen Prüfungsamt folgende Unterlagen zur Verfügung gestellt werden: das Gutachten, die Abschlussarbeit und eine Kopie der Quelle, aus der das Plagiat stammt; in beiden Textstücken sollten die plagiierten Textteile farblich markiert werden, die Quelle sollte mit einer Quellenangabe versehen sein.

Die Studierenden- und Prüfungsverwaltung prüft den Sachverhalt und verhängt beim Ergebnis "nicht ausreichend wegen eines Plagiats" ohne weitere Aufforderung ein Bußgeld gegen die Autorin bzw. den Autor. Es liegt in der Regel bei ca. 200-250 €.

Im Wiederholungsfall ist das Vorgehen das gleiche, das Bußgeld beträgt dann ca. 450-500 €.

Im Fall einer erneuten Wiederholung wäre zu prüfen, ob unter Hinweis auf § 7 Abs. 4g der Einschreibungsordnung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vom 28.02.07 der § 63 Abs. 5 Satz 6 HG angewandt werden könnte. Dort heißt es "Im Falle eines mehrfachen oder sonstigen schwerwiegenden Täuschungsversuches kann der Prüfling zudem exmatrikuliert werden." 

Verantwortlichkeit: