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(Zusammen) Leben in digitalen Welten – Philosophische Denkanstöße

Unsere Gegenwart ist von digitalen Technologien geprägt, die Auswirkungen hat auf die private und öffentliche Kommunikation, unsere Meinungsbildung, unsere Autonomie, unsere Beziehungen und vieles mehr. Technische Entwicklungen treffen jedoch nicht wie Naturgewalten unvermeidlich auf Gemeinschaften, sondern sind in ihrem Einsatz gestaltbar. Die  Vortragsreihe liefert Denkanstöße zur Gestaltung der individuellen Lebensführung und des Zusammenlebens in modernen Gesellschaften.

Termine:

  • 21.11.2022, Prof. Dr. Albrecht Schmidt (TU München): Informationsdürre trotz Nachrichtenflut – Wie digitale Nachrichten unsere Gesellschaft verändern
    m Leben von fast 8 Milliarden Menschen passieren unvorstellbar viele Dinge. Mit Twitter, Instagram und Co entsteht daraus eine globale Nachrichtenflut. Es sind  Algorithmen notwendig um auszuwählen, was Einzelne davon sehen. Sind wir damit besser informiert oder ist es einfacher uns zu manipulieren?
     
  • 08.12.2022, Dr. Hauke Behrendt (Universität Stuttgart): Teilhabegerechtigkeit im Arbeitsleben: Die Chancen der Digitalisierung
    Bei aller berechtigten Sorge vor neuen Automatisierungswellen wird vielfach übersehen, dass die Digitalisierung auch Chancen birgt, Menschen, die sonst von Exklusion betroffen wären, eine Teilhabe an der Arbeitswelt zu sichern. Wenn wir ihre Potenziale richtig nutzen, kann die Digitalisierung so dem gesellschaftlichen Fortschritt dienen.
     
  • 19.12.2022, Prof. Dr. Thomas Schmaus (Alanus Hochschule, Alfter): „Da geht noch was!“ Vom Zuspruch und Anspruch der Selbstoptimierung in Zeiten der Digitalisierung Wer sich in Zeiten der Digitalisierung – gut modern – selbst verwirklichen möchte, hat mit dem Konzept der Selbstoptimierung eine Strategie zur Verfügung, die zugleich  den eigenen Interessen und den gesellschaftlichen Erwartungen gerecht zu werden scheint. Aber fördert es wirklich ein gelungenes Leben – oder ist es eher hinderlich dafür?
     
  • 09.01.2023, Prof. Dr. Micha Werner (Universität Greifswald): Voraussetzungen verantwortlicher Verständigung in digitalen Kontexten 
    Digitale Technologien transformieren auch die Formen sozialer Kommunikation. Welche Veränderungen der Voraussetzungen und Möglichkeiten verantwortlicher  Verständigung ergeben sich und wie wirken sich spezifische Entscheidungen über das technische Design digitaler Kommunikationsplattformen aus?
     
  • 16.01.2023, PD Dr. Jessica Heesen (Universität Tübingen): Digitalisierung und Sterbekultur 
    Die Digital Afterlife Industry (DAI) ermöglicht das „Weiterleben“ und die Interaktion mit digitalen Repräsentationen von Verstorbenen. Sie eröffnet weitreichende Fragen  in Hinsicht auf Sterbekultur, das postmortale Persönlichkeitsrecht und die Widersprüche von Pietät und Datenökonomie.
     
  • 26.01.2023, Prof. Dr. Eva Weber-Guskar (Universität Bochum): Gefühle für Replika? Über die Möglichkeit einer Beziehung zu einem Chatbot
    Millionen Menschen unterhalten sich über eine App mit dem sozialen Chatbot Replika. Viele entwickeln sogar positive Gefühle für Replika. Kann man hier von einer realen Beziehung sprechen? Kann eine Beziehung zu einem Chatbot ein menschliches Leben bereichern oder ist sie grundsätzlich problematisch?


Alle Veranstaltungen finden im Haus der Universität (Schadowplatz 14, Düsseldorf) jeweils um 18.30 Uhr statt und werden zusätzlich über den YouTube-Kanal der HHU live
gestreamt. Der Eintritt ist frei.

Kategorie/n: Philosophische Fakultät, Fakultät Schlagzeile
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