Die Frage nach dem Verhältnis zwischen Gott (oder dem Göttlichen) und der Moral treibt viele Menschen um und wird auch in der Literatur – etwa prominent von Dostojewski – immer wieder verhandelt. In der Philosophie wird diese Frage spätestens seit Platon kontrovers diskutiert. Einiges von dem, was dazu gedacht wurde, kann uns helfen, verschiedene Antwortoptionen auf diese Frage und ihre Konsequenzen auszuloten. Genau das wollen wir an dem Abend gemeinsam tun, um damit zu klären, was wir voraussetzen müssen, wenn wir daran festhalten wollen, dass eben nicht alles erlaubt ist.
Zur Person:
Stephan Schmid ist Professor für Geschichte der Philosophie an der Universität Hamburg, wo er vor allem zur Geschichte der Philosophie im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit forscht, in der Gott eine zentralere Rolle einnahm als in der Philosophie heute. Er interessiert sich vor allem für Fragen der Metaphysik, Erkenntnistheorie und Philosophie des Geistes. Er hat an der Universität Basel und an der Humboldt-Universität zu Berlin Philosophie, Mathematik und neuere deutsche Literaturwissenschaft studiert und an der letzteren auch mit einer Arbeit zu Finalursachen in der Frühen Neuzeit in Philosophie promoviert. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehört der Band „A Philosophical History of the Concept“, den er zusammen mit Hamid Taieb bei Cambridge University Press herausgibt, und der den Fragen nachgeht, wie Philosoph:innen der Geschichte der Philosophie im Westen wie im Osten den Begriff des Begriffs verstanden haben und wie es dazu kam, dass der Begriff zu einem zentralen Begriff der westlichen Philosophie wurde.
Wann: 22. Januar 2026, 19:00 Uhr. Der Einlass beginnt um 18:30 Uhr
Wo: Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf
Aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen empfiehlt es sich, frühzeitig nach Einlassbeginn vor Ort zu sein. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Weitere Informationen unter denXte.de