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Vera Elisabeth Gerling mit VdÜ-Übersetzerbarke 2026 ausgezeichnet

Vera Elisabeth Gerling steht mit einem aufgeschlagenen Buch vor einem Bücherregal. Zoom

2026 geht die Übersetzerbarke des Verbands deutschsprachiger Übersetzer/innen literarischer und wissenschaftlicher Werke e.V (VdÜ) an Prof. Dr. Vera Elisabeth Gerling von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) für ihre Verdienste um die Wertschätzung des literarischen Übersetzens und der literarischen Übersetzer*innen in der Wissenschaft und in der Öffentlichkeit. 

Vera Elisabeth Gerling, selbst Absolventin des Studiengangs Literaturübersetzen an der HHU, lehrt und forscht im Masterstudiengang ‘Literatur - Übersetzen - Buchmarkt’ in den Bereichen Theorie, Praxis und Geschichte des Literaturübersetzens sowie spanische und französische Literatur- und Kulturwissenschaft. Darüber hinaus ist sie Mitglied im Centre for Translation Studies an der HHU. Sie ist eine überaus engagierte Übersetzungsdozentin und Übersetzungswissenschaftlerin, tritt aber auch außerhalb der akademischen Welt für die Sichtbarkeit unserer Zunft ein.

In ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit nimmt Gerling wertschätzend das Übersetzen als kulturellen Mehrwert und die Übersetzenden als Akteure in den Blick. Dabei ist die Reflexion über das Übersetzen in ihren Untersuchungen stets mit der Praxis verbunden. Indem sie öffentliche Vorträge, Lesungen, Workshops und Tagungen organisiert, schafft sie so nicht nur im akademischen Kontext, sondern auch weit darüber hinaus eine Sichtbarkeit für das Übersetzen und die Übersetzenden. 

Das Lehrprogramm belebt sie durch Praxisseminare, wie z.B. zum Übertiteln von Theaterstücken bis hin zur Aufführung. Für Seminare zur Übersetzung und zur Berufskunde, wie auch für Praxiskurse am Europäischen Übersetzer-Kollegium in Straelen, wirbt sie regelmäßig Berufsübersetzende als Gastdozent*innen für die Universität an, wodurch die Verzahnung zwischen Theorie und Praxis sowie die Vernetzung des Nachwuchses gefördert werden. Für ihr didaktisches Engagement wurde sie 2026 von den Studierenden für den Lehrpreis der HHU nominiert. In letzter Zeit widmet sie sich in Wissenschaft und Lehre einem hochaktuellen und besonders wichtigen Thema: der kritischen Auseinandersetzung mit KI für das Literaturübersetzen.

Gerling hat in den letzten Jahrzehnten immer wieder Projekte ins Leben gerufen, um Literaturübersetzende ins Licht der Öffentlichkeit zu bringen bzw. in ihrer Karriere zu unterstützen. Zu ihren Projekten gehören zum Beispiel die zweisprachige Reihe „Düsseldorf übersetzt“, in der Studierende des Fachs Literaturübersetzen bereits während ihrer Zeit an der Universität erste Publikationserfahrungen sammeln können oder die Herausgabe der Zeitschrift ReLü – Rezensionszeitschrift zur Literaturübersetzung, der ersten online-Zeitschrift für Übersetzungskritik, die sie 2005 mitinitiiert hat. 

Mit Vera Elisabeth Gerling ehrt der VdÜ erstmals eine Persönlichkeit, die sich um die wissenschaftliche Betrachtung des Übersetzens verdient macht, da sie dieses als kulturelle Praktik fundiert erforscht und somit eine komplexe Vorstellung vom Prozess des Übersetzens und der Rolle der Übersetzenden entwickelt. Und indem sie diesen Ansatz in die Ausbildung angehender Literaturübersetzer*innen integriert, trägt sie zur weitergehenden Professionalisierung und Anerkennung des Berufsstands bei.  

Die festliche Preisverleihung findet während der Frankfurter Buchmesse statt. 

Zum Preis:

Die Barke ist ein undotierter Preis in Form eines Originalkunstwerks und zeichnet Persönlichkeiten des kulturellen Lebens aus, die für Literaturübersetzer*innen Bedeutendes leisten. Das Barken-Kunstwerk 2026 stammt von der Künstlerin Melanie Tilkov.

Quelle: Pressemitteilung VdÜ

Kategorie/n: Philosophische Fakultät-News, Fakultät Schlagzeile