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Bessere politische Online-Diskussionen durch Künstliche Intelligenz

Monitor mit Programmiersprache Zoom

Künstliche Intelligenz nimmt auf politische Meinungsbildung mehr und mehr Einfluss. Das gilt für die individuelle Entscheidungsfindung, etwa bei Wahlen oder Streitfragen, aber auch für Entscheidungsfindungen in Gruppen. Ein interdisziplinäres Team aus Sozialwissenschaftler*innen und Informatiker*innen erforscht ab 2022, wie Entscheidungsprozesse in Gruppen mit Künstlicher Intelligenz unterstützt werden können.

Zurzeit gibt es viele Versuche, politische Entscheidungen demokratischer, akzeptabler und vernünftiger zu machen, indem Bürger*innenräte eingerichtet werden. Dort diskutieren Bürger*innen eine politische Streitfrage und geben ein gemeinsames Votum ab, etwa zum Radwegenetz oder zum Klimawandel. Solche Diskussionen werden zunehmend auf Online-Plattformen durchgeführt. Allerdings treten dabei gravierende Probleme auf. So werden Online-Diskussionen häufig von wenigen Beteiligten dominiert. Zudem besteht die Gefahr einer Informationsüberlastung. Diese Probleme können eine konstruktive Diskussion stark beeinträchtigen.

Es soll erprobt werden, wie KI-Instrumente bei der Lösung dieser und weiterer Probleme helfen können. In Feldexperimenten sollen KI-Instrumente die Diskussionen von Bürger*innen zu politisch brisanten Streitfragen unterstützen. „Unsere KI-Verfahren sollen dabei helfen, die Online-Diskussion besser zu strukturieren. Durch die Feldexperimente können wir testen, ob die Künstliche Intelligenz die Online-Diskussion verbessern kann“, sagt einer der Projektleiter Prof. Gerhard Vowe. Das Projekt wird geleitet von den Professoren Stefan Harmeling aus der Informatik, Stefan Marschall aus der Politikwissenschaft sowie Gerhard Vowe und Marc Ziegele aus der Kommunikationswissenschaft.

Die Manchot-Stiftung fördert das Projekt über drei Jahre mit insgesamt 660.500 Euro. Damit kann die Forschung zu Künstlicher Intelligenz und politischer Meinungsbildung fortgesetzt werden. Seit 2019 erforscht das Team die Wirkungen von Algorithmen auf die individuelle politische Meinungsbildung. Das Forschungsteam gehört zur Manchot-Forschungsgruppe am Heine Center for Artificial Intelligence and Data Science (HeiCAD). Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der fünf Fakultäten der Heinrich-Heine-Universität erforschen, wie Künstliche Intelligenz die Entscheidungsfindung unterstützen kann.

Weitere Informationen:


Ansprechperson: , +49 211 81-14672

Kategorie/n: Philosophische Fakultät, Fakultät Schlagzeile
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