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Auf dem Bild sind fünf Hände, zu Fäusten geballt vor einem roten Hintergrund zu sehen. Die Hände sind von Personen unterschiedlicher Hautfarben.

Kooperationen

Im Rahmen unseres Förderungsprojekts “Gleichstellung in den Geistes- und Sozialwissenschaften – Perspektiven, Impulse, Debatten” haben wir als Gleichstellungsstelle folgende Projekte unterstützt. Bei Interesse an der Förderung von Gleichstellungsprojekten finden Sie weitere Informationen und Unterlagen über diese Seite.

Veranstaltungsförderung: Gleichstellung in den Geistes- und Sozialwissenschaften – Perspektiven, Impulse, Debatten

Die Ukrainischen Filmtage NRW finden zum vierten Mal statt. Organisiert werden sie von einem Zusammenschluss verschiedener ukrainischen Organisationen: von Evos Film Production, DUWir gGmbH (Deutsch Ukrainische Wirkung), Ukrainian Culture Network e.V. in Kooperation mit dem Generalkonsulat der Ukraine in Düsseldorf. Nach drei erfolgreichen Ausgaben zielen die 4. Ukrainischen Filmtage NRW darauf ab, das Bewusstsein für die ukrainische Kultur und ihre Werte wie Demokratie, Freiheit und Resilienz weiter zu stärken Ziel des Festivals 2026 ist es, ein vielfältiges und modernes Bild der Ukraine zu vermitteln und zugleich den interkulturellen Dialog zwischen der Ukraine, Deutschland und Europa zu fördern Das Festival ist eine europäische Plattform, die durch Film Raum für Begegnung, Reflexion und gesellschaftlichen Austausch schafft. 

 

Zu den zentralen Aufgaben des Festivals gehören die Förderung der ukrainischen Filmkunst als Teil des europäischen Kulturerbes, die Vermittlung demokratischer Werte sowie die kritische Auseinandersetzung mit Desinformation und imperialen Narrativen Das Festival fördert die kulturelle Zusammenarbeit und den Austausch über Gegenwart, Geschichte und die gemeinsame europäische Zukunft durch Filmvorführungen, Gespräche und Begleitveranstaltungen. 

 

Die ehemalige HHU-Studentin Anastasia Gadirova trat mit der Initiative an uns heran, eine Auswahl der diesjährigen Filme an der HHU zu zeigen. 

Das Ausstellungsprojekt «Aufgeschlagen?! Spielräume des Künstler:innenbuchs» (23.07.–27.09.26) entsteht in enger Zusammenarbeit mit der aus Japan stammenden Bildenden Künstlerin Kanade Hamawaki. Gemeinsam mit ihr, der Universitäts- und Landesbibliothek und Studierenden des Instituts für Kunstgeschichte wird ein kuratorisches Konzept zum Thema Künstler*innenbücher als künstlerisches Medium seit den 1960er Jahren entwickelt, das bislang nicht gezeigte Bestände mit regionalem Bezug erstmals in einem interdisziplinären, kooperativen und partizipativen Ausstellungskontext präsentiert. Das Foyer der Universitäts- und Landesbibliothek fungiert dafür als Ausstellungsort.


Ausgangspunkt des Projekts ist die Beobachtung, dass Künstler*innenbücher als eigenständige künstlerische Ausdrucksform zwar international an Bedeutung gewonnen haben, ihre Rezeption und Sichtbarkeit jedoch weiterhin von strukturellen Ungleichheiten geprägt ist. Insbesondere weibliche, nicht-binäre sowie marginalisierte künstlerische Positionen sind in Sammlungen, Forschung und Ausstellungspraxis historisch unterrepräsentiert oder wurden bislang unzureichend kontextualisiert. Auch in den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek spiegelt sich diese Schieflage wider: Während prominente männliche Künstler wie Günter Uecker oder Gerhard Richter gut dokumentiert sind, bedarf es einer gezielten Sichtbarmachung und Neubewertung anderer Perspektiven.


Künstler*innenbücher sind heute relevanter denn je, da sie in einer zunehmend digitalen Wissenskultur das Buch als vielschichtiges Medium erfahrbar machen. Nicht nur der Text, sondern auch Materialität, Gestaltung und Struktur prägen die Entstehung und Vermittlung von Bedeutung. Künstlerische Positionen eröffnen dabei einen reflektierten Zugang zu Fragen von Autorschaft, Sichtbarkeit und Wissensproduktion – zentrale Themen, die eng mit Gleichstellungsfragen verknüpft sind. 

 

Wer produziert Wissen? Wessen Stimmen werden archiviert, ausgestellt und rezipiert?

Das Ausstellungsprojekt "Absentia" beschäftigt sich mit der Frage, was von einem Menschen bleibt, wenn er nicht mehr da ist. Was es heute bedeutet, etwas zu hinterlassen in einer Zeit, die kaum innehält? Was bleibt und wie und von wem wird es in Erinnerung behalten. Erinnerung war immer schon eine weibliche Domäne.

Ziel der Ausstellung ist es, einen bewussten und feministischen Blick auf unsere Erinnerungskultur zu werfen und sie zu hinterfragen. In Zeiten globaler Unsicherheit fragen wir uns: Was macht uns aus? Was bleibt von uns, wenn wir eines Tages nicht mehr da sind – und wie wird die Welt ohne uns aussehen? Im Rahmen des Ausstellungsprojekt „Absentia“ nähern sich drei Künstlerinnen dem Thema durch Malerei, Skulptur und digitale Spekulation. Jede Künstlerin behandelt das Thema auf eigene Weise – und kreist dabei um dieselben Fragen: Was geben wir weiter? Was löst sich auf? Und wer oder was tritt an unsere Stelle? 

Ein weiteres Ziel ist die feministische Sichtbarkeit: Dem Projekt liegt ein feministischer Ansatz zugrunde. Zum einen werden Gender Bias der Erinnerungskultur hinterfragt. Zum anderen sind nach wie vor Künstler*innen innerhalb von Institutionen, Sammlungen und Museen strukturell unterrepräsentiert. Das Ausstellungsprojekt setzt dem eine Plattform entgegen, die gezielt Sichtbarkeit für Künstlerinnen schafft und den Aufbau eines überregionalen Netzwerkes fördert.

Auch ist Förderung zeitgenössischer Kunst ein Ziel. Das Ausstellungsprojekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung der zeitgenössischen Kunstszene in Wuppertal. Es schafft Raum für innovative künstlerische Positionen junger Künstlerinnen der Kunstakademie Düsseldorf und bringt diese in den Stadtbezirk Elberfeld. Die Erkenntnisse und Ansichten der Künstlerinnen werden im Rahmen eines Vermittlungsprogramm (Kulturelle Bildung) den Besuchenden erläutert und es wird zum Diskurs angeregt. Durch Kuratorinnenführungen und einem Artist Talk wird den Besuchenden das Thema der Ausstellung partizipativ nähergebracht. Ziel ist es, einen niedrigschwelligen und interaktiven Zugang zur zeitgenössischen Kunst zu ermöglichen und ein diverses Publikum anzusprechen.

Feministische Fragestellungen gewinnen in den Geistes- und Sozialwissenschaften seit Jahren zunehmend an Bedeutung und sind heute in zahlreichen Disziplinen präsent. Gleichzeitig finden entsprechende Lehrveranstaltungen und Diskussionen häufig innerhalb einzelner Institute oder Studiengänge statt. Ein kontinuierliches, fakultätsübergreifendes Format, das Studierende, Promovierende und Forschende unterschiedlicher Fachrichtungen regelmäßig zusammenbringt, besteht bislang nicht. Die Idee des Reading Circle entstand aus dem Wunsch, einen offenen Raum für den interdisziplinären Austausch über feministische Theorien zu schaffen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass viele Mitglieder der Philosophischen Fakultät – unabhängig von ihrer fachlichen Zugehörigkeit – sich mit Fragen von Geschlechtergerechtigkeit, Diversität, Care, Intersektionalität oder postkolonialen Perspektiven beschäftigen, bislang jedoch nur wenige Gelegenheiten zum institutsübergreifenden wissenschaftlichen Austausch bestehen.

Der geplante Reading Circle greift dieses Potenzial auf und schafft ein regelmäßiges Veranstaltungsformat, das zentrale Texte feministischer Theorie gemeinsam liest und diskutiert. Ziel ist es, den wissenschaftlichen Dialog innerhalb der Fakultät zu fördern, neue Vernetzungen anzuregen und einen Beitrag zur Gleichstellungsarbeit der Philosophischen Fakultät zu leisten.

Reading Feminisms ist ein interdisziplinärer Reading Circle im Rahmen der Gleichstellungsarbeit der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. In acht Sitzungen werden klassische und zeitgenössische Texte feministischer Theorie gemeinsam gelesen und diskutiert. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Geschlecht, Körper, Care-Arbeit, Intersektionalität, dekoloniale Feminismen sowie Fragen der Kunst-, Bild- und Wissensproduktion. Der Reading Circle versteht sich als offener Raum für Studierende, Promovierende und Forschende unterschiedlicher Fachrichtungen und möchte den fachübergreifenden Austausch sowie die Vernetzung innerhalb der Fakultät fördern. Ergänzt wird das Programm durch Beiträge eingeladener Gastwissenschaftlerinnen.

Durch die gemeinsame Lektüre und Diskussion zentraler Texte sollen feministische Theorien als verbindendes Forschungsfeld der Geistes und Kulturwissenschaften sichtbar gemacht werden. Der Lesekreis möchte den Austausch zwischen verschiedenen Disziplinen fördern und dazu beitragen, neue wissenschaftliche Perspektiven sowie institutsübergreifende Kooperationen anzuregen.

Anmeldung über diesen Link: Reading Feminisms