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Illustration in gelblichen, blauen und bräunlichen Tönen. Eine Frau und ein Mann stehen auf Podesten und halten eine Urkunde sowie einen Pokal in den Händen. In der Luft schweben Medaillen und ein Doktorhut. Im Hintergrund ist ein prächtiges Gebäude zu sehen.

Festakt für die Promovierten der Philosophischen Fakultät - Dr. Niklas Herrberg erhält Antisemitismus-Forschungspreis 2025

Die Philosophische Fakultät ehrte in einem festlichen Rahmen ihre Promovierten des Sommersemesters 2025 sowie des Wintersemesters 2025/26 im Haus der Universität. Die Auszeichnung des Antisemitismus-Forschungspreis 2025 an Dr. Niklas Herrberg war einer der Höhepunkte des Abends.

Mit einer gebührenden Promotionsfeier wurden die Promovierten und ihre wissenschaftlichen Arbeiten am 29. Mai 2026 geehrt. Zusammen mit Familie, Freund*innen sowie Betreuenden und Mitgliedern des Dekanats der Philosophischen Fakultät feierten sie ihren akademischen Meilenstein und sorgten im festlich geschmückten Saal für eine beschwingte Atmosphäre. Musikalisch führte das Duo Elisabeth Menke (Gesang) und Jens Katzenberg (Klavier) durch den Abend.

Prodekan der Philosophischen Fakultät Prof. Dr. Guido Thiemeyer eröffnete den Abend. Darüber hinaus boten sechs Promovierte mit den „Blitzlichtern“ einen unterhaltsamen Einblick in ihre Dissertationsthemen. Dr. Kristina Rubarth von der Graduiertenakademie philGRAD und Prof. Dr. Ursula Hennigfeld (Institut für Kulturwissenschaften, Abteilung Romanistik) tauschten sich auf der Bühne zum Thema „Betreuung“ aus.

Marilena Calcara, Promovierte im Fach Kunstgeschichte, betonte in ihrer Absolventinnenrede, dass es nicht ausschließlich darum gehe, die Promotion abzuschließen, sondern vielmehr darum, während der Zeit zu wachsen und auch dann weiterzugehen, wenn der Weg steinig erscheine. „Wir gehen heute nicht nur mit einem Abschluss. Wir gehen mit Erfahrungen, mit Geschichten – und mit einer Stärke, die wir vielleicht selbst lange unterschätzt haben.“

Dr. Niklas Herrberg erhält Antisemitismus-Forschungspreis 2025

Mit dem Antisemitismus-Forschungspreis zeichnet die Philosophischen Fakultät jährlich besonders gelungene Forschungsarbeiten zum Thema "Antisemitismus" aus. Prof. Dr. Ulli Seegers, Dekanin der Philosophischen Fakultät, überreichte die diesjährige Auszeichnung an Dr. Niklas Herrberg für seine brillante Promotionsleistungen zum Thema „Antisemitismus in Alltag und Öffentlichkeit: Wie Jüdinnen:Juden Antisemitismus erleben und deuten“ im Fach Soziologie.

Herrberg untersuchte in seiner Arbeit den von Antisemitismus prägenden Alltag deutscher Jüdinnen und Juden, der sich nach dem 07. Oktober 2023 noch verstärkte. In seiner Dissertation geht er systematisch der Frage nach, wie Jüdinnen und Juden antisemitische Konfrontationen erleben, deuten und welche normativen Erwartungen sie daraus an die nicht-jüdische deutsche Gesellschaft formulieren. Auf Basis von 21 qualitativen Interviews sowie der Analyse von 203 öffentlichen Stellungnahmen rekonstruierte er Antisemitismus als ein Phänomen, das alltägliche Gewissheiten erschüttern, Routinen unterbrechen und Handlungsfähigkeit infrage stellen sowie Kämpfe um Anerkennung hervorrufen kann. Jüdinnen und Juden verstehen hierbei Antisemitismus als gesamtgesellschaftliches Problem, dem nur durch solidarisches Handeln zu begegnen sei. Seine Arbeit macht ihre gegenwärtigen Perspektiven sichtbar – ein Blickwinkel der (zu) lange Zeit in Wissenschaft wie Öffentlichkeit kaum beachtet wurde. Erstbetreuer seiner Forschungsarbeit war Prof. Dr. Heiko Beyer vom Institut für Sozialwissenschaften, der zugleich als Antisemitismusbeauftragter der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf tätig ist.


Bilder des Abends folgen.