Auf einen kurzen Kaffee mit ...
Mia-Marie, Studentin des Heinrich-Heine-Collegejahrs
Mia-Marie ist 19 Jahre und hat vor dem Heinrich-Heine-Collegejahr ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Kinder- und Jugendpsychatrie absolviert.
Ihren Kaffee trinkt sie mit viel Milch.
Nach dem Abitur wusste ich, dass mich viele Themen aus den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften interessieren, ich mich aber noch nicht auf ein konkretes Studienfach festlegen wollte. Da war das Heinrich-Heine-Collegejahr genau das Richtige, um verschiedene Studiengänge kennen zu lernen und herauszufinden, wo meine Interessen und Stärken liegen.
Ich habe mir erhofft, einen realistischen Einblick in den Universitätsalltag zu bekommen. Zudem wollte ich mir unterschiedliche Studienfächer anschauen, um ein Fach zu finden, dass langfristig zu mir passt. In den verschiedenen Veranstaltungen des Collegejahrs konnte ich mich intensiv mit meinen Interessen auseinandersetzen.
Am Anfang war alles ziemlich neu und teilweise etwas unübersichtlich. Ich musste mich erst mal mit den verschiedenen Systemen zurechtfinden. Die Einführungsveranstaltungen, besonders in der ersten Woche, haben mir geholfen, mich schneller zurecht zu finden und mich wohler zu fühlen.
Ich finde das Heinrich-Heine-Collegejahr ist der perfekte Übergang von einer Schulklasse zu einer individuellen Gruppe an Studierenden. Obwohl jeder unterschiedliche Interessen und Ziele hat, ist relativ schnell ein Gemeinschaftsgefühl entstanden, besonders, da wir alle in einer ähnlichen Situation waren und uns gegenseitig austauschen und unterstützen konnten.
Mich hat überrascht, wie selbstständig man an der Universität arbeitet. Man muss seinen Stundenplan eigenständig organisieren und Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen. Positiv überrascht hat mich das große Beratungsangebot und die vielen Unterstützungsmöglichkeiten, wenn man Fragen hat.
Auf den ersten Blick wirken diese Fächer sehr theoretisch. Jedoch habe ich gelernt, dass man diese Theorien auf viele Aspekte im Leben anwenden und komplexe Zusammenhänge analysieren kann sowie kritisch denkt und gesellschaftlichen Entwicklung einordnet.
Besonders gefallen hat mir ein Seminar, in dem wir viele Ausflüge zu verschiedenen Arbeitgebern sowie Organisation gemacht haben, die ich im Vorfeld nicht kannte und mir nicht bewusst war, wie facettenreich diese sind. Auch wenn mich dabei nicht alles interessiert hat, hat es mir trotzdem geholfen, mich weiterzubilden und an Erfahrung zu gewinnen.
Die Beratung habe ich als sehr hilfreich und persönlich empfunden. Man hatte konstant Ansprechpartner*innen, die sich Zeit genommen haben und einem bei Fragen zur Studienwahl oder zur Organisation des Studiums jederzeit geholfen haben.
Das Orientierungsjahr hat mir geholfen, meine Interessen besser einzuordnen und verschiedene Fächer miteinander zu vergleichen. Besonders die Möglichkeit, in “richtige Vorlesungen” zu schnuppern hat mir gezeigt, welches bestimmte Thema zu mir passt und womit ich mich in den nächsten Jahren beschäftigen möchte.
Ich nehme vor allem mehr Klarheit über meine Interessen und meine Studienentscheidung mit. Außerdem habe ich gelernt, selbstständig zu arbeiten, wissenschaftlich zu denken und offen für neue Perspektiven zu sein. Besonders wertvoll sind für mich aber auch die Erfahrungen und Kontakte, die ich im Laufe des Jahres knüpfen konnte.
Das Heinrich-Heine-Collegejahr auf einen Blick
Dauer: zwei Semester
Zielgruppe: Abiturientinnen und Abiturienten mit Interesse an Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften
Inhalte: Einblicke in verschiedene geisteswissenschaftliche Disziplinen, Kennenlernen wissenschaftlicher Arbeitsweisen, praxisbezogenes Projekt, Präsentation und Aufbereitung wissenschaftlicher Inhalte, Orientierung zu Studienwahl und Berufsperspektiven
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Die Wissenschaftskommunikation der Philosophischen Fakultät
Autorin: Andrea Rosicki