HHU StartPhilosophische FakultätStudium und LehreQualitätssicherung und Evaluation an der Philosophischen Fakultät

Qualitätssicherung und Evaluation an der Philosophischen Fakultät

Unterstützungsangebote für Institute und Studiengänge

Das Studiendekanat der Philosophischen Fakultät unterstützt die Institute bei individuellen Fragen zu ihren Studiengängen. Gemeinsam mit den Instituten werden passende Instrumente und Datenquellen identifiziert und angewendet bzw. ausgewertet. Sie möchten einem (vermeintlichen) Problem in Ihrem Studiengang näher auf den Grund gehen? Sie sind auf der Suche nach passenden Formaten zur Weiterentwicklung Ihres Studiengangs? Sie hätten gerne Daten zu einer bestimmten, Ihren Studiengang betreffenden, Fragestellung? Melden Sie sich gerne!

Eingesetzte Evaluationsverfahren

Bei der Durchführung der Evaluationsverfahren orientiert sich das Studiendekanat der Philosophischen Fakultät an der „Ordnung zur Evaluation von Studium und Lehre“. Folgende Evaluationsverfahren werden angeboten:

  • Lehrveranstaltungsevaluation

Lehrveranstaltungen werden an der Philosophischen Fakultät in der Regel alle drei Semester evaluiert. Jedes Semester sind die Veranstaltungen von vier Instituten an der Reihe bis der Zyklus wieder von vorne beginnt. Die Möglichkeit zur freiwilligen Evaluation ist immer gegeben. Die Evaluation erfolgt ausschließlich online und soll von den Studierenden in der jeweiligen Veranstaltung durchgeführt werden. Die Lehrenden erhalten die Ergebnisse im Anschluss in Berichtsform und besprechen diese mit ihren Studierenden. Die Evaluation erfolgt mithilfe eines standardisierten Fragebogens, der von den Lehrenden um bis zu drei individuelle Fragen ergänzt werden kann. In Veranstaltungen mit weniger als 5 Teilnehmenden kann ein Kurzfeedbackbogen eingesetzt werden.

Ziel der Evaluation ist es, den Lehrenden eine Rückmeldung zu ihren Veranstaltungen aus Studierendensicht zur Verfügung zu stellen, damit sie die Veranstaltungen ggf. weiterentwickeln können.

Beim Teaching Analysis Poll handelt es sich um ein qualitatives und individualisiertes Instrument zur Evaluation von Lehrveranstaltungen. Die Durchführung erfolgt etwa in der Mitte des Semesters in der ersten halben Stunde der Lehrveranstaltung. Beschäftigte aus dem Studiendekanat bitten die Studierenden, in kleinen Gruppen zu diskutieren, wodurch diese in der Veranstaltung am meisten lernen, was ihr Lernen erschwert und welche Verbesserungsvorschläge sie haben. Die Ergebnisse werden durch das Studiendekanat geclustert, in der Gesamtgruppe diskutiert und in Berichtsform dokumentiert. Zeitnah erfolgt ein Gespräch mit der Lehrperson, um Maßnahmen zur Verbesserung zu diskutieren. Die Lehrperson spiegelt wiederum zeitnah die Ergebnisse des TAP-Verfahrens und ggf. daraus resultierende Maßnahmen an die Studierenden zurück. Ziel des TAP ist es, den Lehrenden eine ausführliche Rückmeldung zu ihren Veranstaltungen aus Studierendensicht zur Verfügung zu stellen, mithilfe derer sie noch im laufenden Semester ihre Veranstaltung weiterentwickeln können.

  • Peer Review of Teaching (PRT)

Peer Review ist eine Standardprozedur in der Wissenschaftswelt, mit dem Ziel, die eigene Arbeit durch Fachkolleg/innen (sogenannte Peers) begutachten zu lassen. Verwendet wird der Begriff meistens im Zusammenhang mit der Überprüfung von wissenschaftlichen Texten vor ihrer Veröffentlichung. Peer Review of Teaching meint dagegen explizit die Begutachtung der eigenen Lehre durch Fachkolleg/innen und Hochschuldidaktik. Durch Hospitationen in Lehrveranstaltungen der zu begutachtenden Person und mithilfe eines festgelegten Beobachtungsbogens machen sich die Peers ein Bild von der fachlichen und didaktischen Qualität. Auch die Vergabe spezieller Beobachtungs- und Feedbackaufgaben ist möglich. Die Ergebnisse werden möglichst zeitnah rückgespiegelt und mit der Lehrperson besprochen. In dem Gespräch geht es unter anderem darum, die eigene Wahrnehmung der Lehre mit den Beobachtungen der Peers abzugleichen und ggf. Verbesserungsvorschläge für die eigene Veranstaltung mitzunehmen.

Im WiSe 2019/20 wurde erstmals eine Studieneingangsbefragung durchgeführt. Alle Bachelorstudierenden im ersten Fachsemester wurden zu ihrer Studienentscheidung sowie zu den von ihnen genutzten Informationskanälen befragt. Die Ergebnisse der Befragung werden insbesondere für das Studierendenmarketing verwendet.

In regelmäßigen Abständen werden an der Philosophischen Fakultät Studiengangsbefragungen durchgeführt. Dabei werden alle Studierenden eines Studiengangs u.a. zu ihrer allgemeinen Zufriedenheit mit dem Studiengang, dessen inhaltlicher Ausgestaltung sowie verschiedener Betreuungs- und Unterstützungsangebote gefragt. Befragt werden sowohl Studierende in Kern- als auch in Ergänzungsfächern sowie in integrierten Studiengängen. Institute und Studiengangsleitungen können auf die Daten der Studiengangsevaluation zugreifen, sodass eine breitere Datenbasis für eventuell angestrebte Veränderungsprozesse vorliegt. Außerdem sind die Erkenntnisse aus der Studiengangsevaluation für den Reakkreditierungsprozess von zentraler Bedeutung.

  • Studiengangsworkshops

Unter Studiengangsworkshops werden ca. einstündige leitfadengestützte Gruppendiskussionen mit Studierenden eines Studiengangs verstanden. Moderiert durch das Studiendekanat diskutieren die Studierenden die Stärken und Schwächen ihres Studiengangs. Ziel des Verfahrens ist die qualitative Verbesserung von Studiengängen. Relevante Zahlen aus der Hochschulstatistik und passende Befragungsergebnisse können als Ausgangspunkt für dieses qualitativ angelegte Verfahren Verwendung finden. Die Ergebnisse der Diskussion werden durch das Studiendekanat aufbereitet und der Geschäftsführung zugesendet. Sie dienen als Grundlage für die Diskussion im Rahmen der Studiengangskonferenz (s. u.).   

  • Studiengangskonferenzen

Im Rahmen von Studiengangskonferenzen kommen Vertretungen sämtlicher Statusgruppen zusammen, um die Stärken und Schwächen ihres Studiengangs zu diskutieren und den Studiengang qualitativ zu verbessern. Grundlage der Diskussion sind die Ergebnisse aus einem vorher stattgefundenen Studiengangsworkshop (s. o.). Die Moderation der Studiengangskonferenz erfolgt in der Regel durch die jeweilige Geschäftsführung, die die Ergebnisse, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten festhält. Das Studiendekanat unterstützt bei der Vorbereitung des Termins und referiert über die Ergebnisse aus dem Studiengangsworkshop.

Qualitätssicherung an der Philosophischen Fakultät

  • Zur strukturierten Verbesserung der Lehrqualität führt der Studiendekan jährlich im Sommersemester ein Jahresgespräch mit allen Studiengangsverantwortlichen durch. Im Rahmen dieses Gespräches werden verwaltungsspezifische Kennzahlen und Zusammenfassungen der Evaluationsergebnisse aller Studiengänge ausgewertet und diskutiert.
  • Im Anschluss daran werden die Gesprächsergebnisse fachintern in die betroffenen Abteilungen und Lehrstühle kommuniziert, bewertet und über geeignete Maßnahmen beraten.
  • Jährlich in den Wintersemestern finden Einzel- bzw. Gruppengespräche zwischen Studiendekan und Studiengangsverantwortlichen statt, um die umzusetzenden fachlichen Maßnahmen durch hochschuldidaktische Beratungen und gezielte Evaluationsverfahren zu unterstützen.
  • Im folgenden Jahresgespräch berichten die Studiengangsverantwortlichen über die Ergebnisse der ergriffenen Verbesserungsmaßnahmen und die Einschätzungen von Lehrenden und Studierenden zu dem jeweiligen Sachverhalt.

Bei Interesse und Nachfragen zu den einzelnen Evaluationsverfahren oder bei gezielten Evaluationswünschen wenden Sie sich bitte direkt an das Studiendekanat. (studiendekanat.phil@hhu.de)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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Klara Schneider M.A.

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