21.11.2019 15:29

Nachruf Prof. Dr. Wolfgang Rettig

Am 17. Oktober 2019 ist unser früherer Kollege Prof. Dr. Wolfgang Rettig im Alter von 74 Jahren verstorben. Wolfgang Rettig wurde am 2.8.1945 in Meran geboren und wuchs in Worms auf. Er studierte in Heidelberg Romanistik und Germanistik und schloss dort mit dem Staatsexamen ab. Bei Prof. Dr. Manfred Höfler war er seit 1971 wissenschaftlicher Assistent und seit 1978 Akademischer Rat. 1971 wurde Wolfgang Rettig an der Universität Heidelberg mit einer germanistischen Arbeit über Sprachsystem und Sprachnorm in der deutschen Substantivflexion (Tübingen: Narr 1972) zum Dr. phil. promoviert. 1977 habilitierte er sich an der Universität Düsseldorf und erhielt die Venia legendi für das Fach Romanische Philologie. Der Titel seiner Habilitationsschrift lautet Sprachliche Motivation. Zeichenrelationen von Lautform und Bedeutung am Beispiel französischer Lexikoneinheiten (Frankfurt am Main/Bern: Lang 1981). 1982 wurde er an der Heinrich-Heine-Universität zum Universitätsprofessor ernannt.

Wolfgang Rettig war mehrere Male Geschäftsführender Leiter des Romanischen Seminars (heute: Institut für Romanistik) der Universität Düsseldorf. Von 1985 bis 1993 war Prof. Rettig zudem Prorektor für Lehre, Studium und Studienreform und viele Jahre Vertreter der HHU bei der Hochschulrektorenkonferenz und Stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister des Philosophischen Fakultätentages.

Seine wissenschaftlichen Interessen galten insbesondere der Lexikographie, Lexikologie (insbesondere Lehnwortschatz) und Wortbildung des Französischen und Deutschen sowie der Motivation des sprachlichen Zeichens und Fragen des Sprachsystems und der Sprachnorm (s. Auswahlbibliographie). In der akademischen Lehre deckte er das sprachwissenschaftliche Programm in Französisch und Italienisch ab.

Italien kann zweifelsohne als große Leidenschaft von Wolfgang Rettig betrachtet werden. Einen Großteil seines Sommerurlaubs verbrachte er regelmäßig in seiner Wohnung im malerischen Ort Marciana Marina auf Elba.

Die Kolleginnen und Kollegen, die Wolfgang Rettig noch aus seiner aktiven Zeit kennen, werden sich gerne an seine besonnene und hilfsbereite Art und an sein zuverlässiges Wissen in verwaltungsrechtlichen und inneruniversitären Angelegenheiten erinnern. Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren.

Elmar Schafroth für das Institut für Romanistik

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