Termin

Titel:
David Hommen (Düsseldorf): Arten als Universalien - eine neoaristotelische Theorie

Datum / Uhrzeit:
18.10.17   /  18:30 - 20:00

Veranstalter:
Institut für Philosophie


Ort:
23.31.U1 Raum 66


Beschreibung:

Im Rahmen unseres Philosophischen Kolloquiums laden wir herzlich ein zu einem Vortrag von

David Hommen (Düsseldorf): "Arten als Universalien - eine neoaristotelische Theorie"

In seiner Kategorienlehre führt Aristoteles eine Unterscheidung zwischen zwei Typen von Universalien ein: Arten und Attribute. Während Attribute bestimmen, wie etwas - ein konkreter Gegenstand zum Beispiel - ist, legen Arten fest, was etwas ist. Arten stehen somit für einheitliche Seinsweisen, auf die sich die Existenz und Identität partikulärer Objekte gründet.

Seit seiner Einführung in die philosophische Diskussion ist der Artbegriff allerdings immer wieder in die Kritik geraten. Der wohl wichtigste Einwand lautet, eine irreduzible Kategorie der Arten sei überflüssig, da jede Art-Universalie auf eine Konjunktion gewöhnlicher Attribute reduziert werden könne.

Der Vortrag untersucht eine mögliche Replik auf diese reduktionistische Herausforderung - eine, die der weitläufigen Auffassung widerspricht, konjunktive Eigenschaften könnten eine Reduktion von Arten auf Attribute legitimieren. Das Ziel der Untersuchung ist dabei nicht nur eine Verteidigung der aristotelischen Doktrin der Arten; sie soll auch dazu beitragen, die aristotelische Position präziser zu bestimmen, d.h. die Natur von Art-Universalien und den Begriff der Art selbst zu erhellen.

Angaben zur Person

David Hommen, M.A. in Philosophie, Medien- und Musikwissenschaft, Promotion in Philosophie, derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Sonderforschungsbereich „The Structure of Representations in Language, Cognition, and Science“. Ausgewählte Publikationen: Negative Kausalität, Berlin: de Gruyter, 2012 (mit Dieter Birnbacher); Mentale Verursachung, innere Erfahrung und handelnde Personen, Münster: mentis, 2013; „Wittgensteinian Pragmatism in Humean Concepts”, Philosophia 44(1): 117-135; „Absences as Latent Potentialities“, Philosophical Papers 45(3): 401-435.


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