01.12.17 08:30

Tag der Lehre

Lehrpreis 2017: Dr. Witold Mucha und Jan Philip Clooth ausgezeichnet

Einmal im Jahr werden Beispiele guter Lehre an der HHU in vier Kategorien (dotiert auf je 10.000 Euro) ausgezeichnet. Mit Dr. Witold Mucha und Jan Philip Clooth wurden in diesem Jahr zwei Mitarbeiter der Philosophischen Fakultät für ihre innovativen Lehrkonzepte gewürdigt.

Standen in der Vergangenheit die Lehrenden im Fokus der Lehre, rücken zunehmend die Studierenden mit ihren Ansprüchen und Bedürfnissen in den Mittelpunkt. Die Herausforderungen für Lehrende ist es, Mittel und Wege zu finden, um Studierendenautonomie und individualisiertes Lernen zu unterstützen. Unter dem Motto 'Erfolgsfaktor: Studieneingangsphase!' loteten Lehrende und Studierende im Rahmen einer gemeinsamen Talkrunde ihre jeweiligen Erwartungen in Bezug auf den Übergang ins Studium und das erste Studienjahr aus. Sie diskutierten, wie viel Verschulung und individuelle Betreuung im Hinblick auf eine heterogene Studierendenschaft (jünger als früher, heterogene Bildungsbiographien, unterschiedliche soziale und ethnische Hintergründe, unterschiedliche Vorerfahrungen und Vorkenntnisse, verschiedene Motive und Einstellungen für bzw. gegenüber einem Studium) nötig und wichtig für den Studienerfolg ist.

In der Kategorie 'Innovative Veranstaltungskonzepte' teilen sich Jan Philip Clooth (Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Bildungsforschung und Bildungsmanagement, Philosophische Fakultät) sowie Kai Hußnätter (Doktorand am Institut für Mikrobiologie, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät) den Preis.
Jan Philip Cloth erhielt die Auszeichnung für seine Veranstaltung "Flüchtlingshilfe konkret - Lehrprojekt zum ehrenamtlichen Engagement (service learning)". Die Studierenden würdigten insbesondere den Praxisbezug zur aktuellen politischen Lage sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Experten.
Kai Hußnätter wurde für "iGEM 2017 - International Genetically Engineered Machine Competion" ausgezeichnet. Mit dieser Lehrveranstaltung bereitete er inhaltlich den iGEM-Wettbewerb in Boston vor - die Studierenden konnten dabei ein eigenes Forschungsprojekt unter "echten" Bedingungen durchführen. Auch hier wurden die interdisziplinären Inhalte und das hohe Engagement von Kai Hußnätter besonders gewürdigt.

Dr. Witold Mucha (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft III, Philosophische Fakultät) wurde für sein eLearning-Projekt "Gefährdung des Friedens in Europa? - Standortübergreifendes Seminar als 'Blended Learning'" mit dem hein@ward 2017 ausgezeichnet. In dieser neuartigen Ringveranstaltung arbeiteten Forschende und Studierende aus 13 unterschiedlichen Universitäten über eine digitale Videoplattform und virtuelle Arbeitsräume jede Woche über hunderte Kilometer hinweg zusammen. Die Studierenden hoben in der Evaluation besonders die sowohl thematisch wie auch methodisch nachhaltige und perspektivenreiche Auseinandersetzung mit den Seminarinhalten hervor. Abgerundet wurde das innovative Konzept des Seminars durch vielfältige Möglichkeiten wissenschaftlichen und journalistischen Arbeitens, etwa in Form der Produktion von Zeitungsartikeln, Video- oder Radiobeiträgen.

 

 

 

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